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> VERÄNDERUNGSPROZESSE GESTALTEN

Doppler/Lauterburg, Change Management, 2. Auflage Frankfurt 1994.

Zwei der profiliertesten Vertreter der Organisationsentwicklung im deutschsprachigen Raum haben ein Buch verfasst, dass wohl zur wichtigsten Literatur für die Menschen zählt, die Veränderungsprozesse verstehen und steuern möchten. Die Autoren geben so viel Theorie wie nötig und beschäftigen sich dann jedoch sehr ausführlich mit ihrer nunmehr langjährigen Praxis als Organisationsentwickler. So ist das Buch auch sehr praxisnah aufgebaut und bietet sehr konkrete Hilfestellungen und Werkzeuge für Veränderungsprozesse in Organisationen. Unbedingt zu empfehlen!!!!

Doppler/Fuhrmann/Lebbe-Waschke/Voigt: Unternehmenswandel gegen Widerstände. Change Management mit den Menschen, Frankfurt/New York 2002.

Auch dieses Buch gehört in jeden Bücherschrank eines Menschen, der sich mit Unternehmenswandel beschäftigt - und wer tut das eigentlich nicht. Die Autoren glänzen vor allem mit gruppendynamischen Kenntnissen und wer dieses Buch gelesen hat, bekommt ein besseres Verständnis dafür, warum es gerade wieder so schwierig ist im Projektteam - und erhält von den Autoren auch Instrumente und Vorgehensweisen, diese schwierigen Gruppensituationen etwas besser zu meistern. Mehr als empfehlenswert!

König/Volmer: Systemische Organisationsberatung. Grundlagen und Methoden, 2. Auflage Weinheim 1994 (1993).

Das Buch hat den Anspruch, ein Lehrbuch zum Thema "Systemische Organisationsberatung zu sein. Auf dem Hintergrund der Systemtheorie beschäftigt es sich mit wissenschaftlich abgesicherten Grundlagen der systemischen Organisationsberatung. Es ist theoriegeleitet und gleichermaßen praxisbezogen. Es enthält Ausführungen zur Prozessberatung, zum Phasenkonzept, zu Interaktionsstrukturen und zu Regeln und Evolution sozialer Systeme. Fundiert!

von Saldern: Grundlagen systematischer Organisationsentwicklung, Hohengehren 1998.

Dieses Buch wendet sich an Betriebspädagogen in der Organisationsentwicklung. Von Saldern ist Professor und hat Erziehungswissenschaften studiert. Sein Buch fasst den aktuellen Stand der systemischen Organisationsentwicklung zusammen, bietet also keine neuen Erkenntnisse für Organisationsentwickler. Das Buch weist einerseits keinen übermäßigen Tiefgang auf und problematisiert den Stoff aus typisch betriebspädagogischer Sicht. Ist dafür leicht verständlich und lesbar. Andererseits schafft der pragmatische Stil in mancherlei Hinsicht Klarheit. Es gehört zu den wenigen Büchern über systemische Organisationsentwicklung, bei dem der Leser nach der Lektüre endlich weiß, was der Autor unter Systemtheorie versteht.

Schlippe/Schweitzer: Lehrbuch der systemischen Therapie und Beratung, Göttingen 5. Auflage 1998 (1996).

Endlich ein Buch über systemische Beratung, dass vorhandenes Wissen systematisiert und ausreichend Tiefgang hat, ohne den üblichen Mangel der völligen Beliebigkeit. Dieses Buch liest man nicht in zwei Tagen und das ist gut so. Vieles über systemische Beratungskonzepte wird nach der Lektüre dieses Buches klarer.

König/Volmer (Hrsg.): Praxis der Systemischen Organisationsberatung, 2. Auflage Weinheim 1999 (1997).

Die Autoren beschäftigen sich bereits seit langem mit der Anwendung und Umsetzung von Systemischer Organisationsberatung. In dieser Aufsatzsammlung geht es um systemische Organisationsberatung in unterschiedlichen Praxisfeldern. Ein Teil des Buches beschäftigt sich mit systemischem Projektmanagement und systemischer Organisationsberatung und wirft kompetent Fragen auf, die über die reine Anwendung von Methodenwissen hinausgehen. Den meisten Autoren merkt man ihre praktische Erfahrung an, aber auch ihre Fähigkeit, ihre Arbeit systemisch zu reflektieren. Das Werk ist daher praxisnah und fundiert und kann allen Menschen, die sich mit Veränderungsprozessen in der Projektarbeit oder in ihrer Organisation beschäftigen, wärmstens empfohlen werden.

Biehal/Karner (Hrsg.): Gratwanderung. Change Management. Richtige und falsche Schritte im Large Systems Change, Neuwied/Kriftel 2000.

Bücher, die wie das vorliegende Buch im Titel bereits mit Anglizismen hausieren, betrachte ich normalerweise eher skeptisch. Auch die in der Gliederung erkennbare Struktur des Buches, nach einem knapp 20seitigen allgemeinen Fachaufsatz über Erfolgsfaktoren bei Veränderungsprojekten den Rest des Buches in sechs Kapiteln mit je einem Fallbeispiel zu füllen, war nicht dazu geeignet, mein spontanes Vorurteil abzuschwächen.
Das Werk begann mich dann jedoch mit den am Ende jedes Kapitels gezogenen Schlussfolgerungen über Erfolgsfaktoren zu interessieren. Das Zusammentragen dieser unterschiedlichen Erfahrungen ist ganz anschaulich und macht deutlich, warum erfolgreiche Veränderungsprozesse von großen Organisationen wohl auf absehbare Zeit noch eine echte Herausforderung sein dürften.

Veränderungsprozesse funktionieren nur, wenn das oberste Management aktiv eingebunden ist (und auch sich selbst verändert). Die Klarheit der Veränderungsperspektive sollte gegeben sein. Nicht zuletzt eine zeitnahe und professionelle Informationsarbeit ist notwendig. Und schließlich muss die Projektorganisation eigenständig neben der vorhandenen Organisation arbeitsfähig sein und sollte sorgfältig überlegt werden. Die Praxis zeigt, wie unendlich selten Organisationen und deren Vertreter diese allgemeinen Grundvoraussetzungen beachten. Bei der Darstellung der unterschiedlichen Veränderungsprojekte wird aber deutlich, dass jeder und jede seinen/ihren individuellen Veränderungsprozess selbst gehen und schauen muss, was am laufenden Veränderungsprozess verbessert werden muss. Dafür bieten die einzelnen Fallbeispiele ausreichend Material zum Denken und Hinweise, worauf man achten sollte.

Das ursprüngliche Thema der Autoren ist die Frage, ob Veränderungsprozesse zentralistisch von oben organisiert oder nur unter breiter Beteiligung von Mitarbeitern und Managern erfolgreich sein können. Herausgeber und Autoren sind sich einig, dass nur eine Beteiligung von Mitarbeitern und Management erfolgreich sein kann, aber nur, wenn das Topmanagement eingebunden ist, die Ziele klar sind und der Veränderungsprozess gesteuert wird - eine Gratwanderung halt. Fazit: Wer keine Kochrezepte sucht, sondern sich zu eigenständigem Denken entschließen kann, findet mit diesem Buch wertvolle Hinweise und Tipps. Vor meinem nächsten OE-Projekt werde ich zur Anregung sicherlich nochmals in diesem Buch stöbern.

 
 

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