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> GRUPPEN- UND TEAMENTWICKLUNG

König: Macht in Gruppen. Gruppendynamische Prozesse und Interventionen, München 1996.

Der Autor in ein anerkannter Gruppendynamiktrainer. In seinem Werk befasst er sich mit Rolle des Trainers und seiner Macht, die er in Gruppen hat. Der Autor bezieht sich in seinen Beispielen hauptsächlich auf Gruppendynamiktrainings. In diesen Trainings hat der Leiter viele Möglichkeiten, seine Machtrolle für Lernprozesse in Gruppen nutzbar zu machen. Und davon handelt dieses Buch: Welche Ziele und welche Möglichkeiten hat der Trainer in seiner Machtrolle als Trainer, Bedeutung, Funktionsweise und Rolle von Macht in Gruppen durch eigenes Erleben und Reflektieren der Teilnehmer bewusst zu machen. Als anerkannter Trainer der DAGG ist König dem emanzipatorischen Ansatz der Gruppendynamik verpflichtet.

Langmaack / Braune-Krickau: Wie die Gruppe laufen lernt. Anregungen zum Planen und Leiten von Gruppen. Ein praktisches Lehrbuch, 3. überarbeitete Auflage, München 1989 (1985).

Das Buch behandelt die Probleme, die bei der Team- und Gruppenentwicklung zu beachten sind. Die Autorinnen sind Therapeutinnen und sehen die Probleme der Teamentwicklung einerseits durch diese Brille, sind andererseits stark durch Teamentwicklung im sozialen Bereich geprägt. Aufgrund des therapeutischen Hintergrundes der Autorinnen gehen diese sehr konkret auf die psychologischen Aspekte eines Teamentwicklungsprozesses vom Erstkontakt über die Kontraktbildung bis zum Abschluss einer Teamentwicklung ein. Trotz dieses Hintergrundes sind die Anregungen für alle sehr nützlich, die sich mit Teams und der Steigerung von Leistungsfähigkeit in Teams beschäftigen (müssen). Das Buch kann sehr empfohlen werden - weil es jene Aspekte von Teamarbeit beleuchtet, die von klassischer Managementliteratur häufig vernachlässigt werden.

Schein: Process Consultation Vol. 2 Lessons for Managers and Consultants, Addisson 1987.

Der Urvater der Prozessberatung hat nach vielen Jahren eine Bestandsaufnahme seiner bisherigen Arbeit vorgelegt und mit den damaligen Thesen abgerechnet. Es ist ein typisch amerikanisches Buch. Ohne überflüssigen theoretischen Schnörkel, pragmatisch geschrieben und behandelt doch die wesentlichen Aspekte der Prozessberatung. Es bietet auch nach inzwischen über 10 Jahren immer noch mehr Klarheit für die Beratungspraxis als so mancher konstruktivistische Dünnbrettbohrer, der den konstruktivistischen Zeitgeist des ausgehenden 20. Jahrhunderts für die einfache Mark nutzt. Auch wenn Schein nicht mehr im Handel erhältlich ist, lohnt sich das Ausleihen und Kopieren des Werkes in jedem Fall.

Schwarz: Die heilige Ordnung der Männer, 2. Auflage Opladen 1987 (1985).

Der Österreicher Schwarz beschäftigt sich mit Situationen menschlicher Gruppen. Zur Erklärung für typisch menschliches Verhalten in Gruppen geht er weit in die Evolution der Menschheit zurück. Seine Thesen sind einleuchtend und schlüssig, so dass manche modernen Gruppenphänomene in klarerem Licht erscheinen.

Rechtien: Angewandte Gruppendynamik, Ein Lehrbuch für Studierende und Praktiker, 2. durchgesehene Auflage 1995 (1995).

Rechtien gibt mit diesem Werk einen guten Einblick in die Entstehung und Geschichte der Gruppendynamik im deutschsprachigen Raum. Er beschäftigt sich mit dem, was Gruppendynamik ausmacht und umreißt das Gebiet so umfassend, dass nichts wesentliches vergessen wurde. Als Einstieg in das, was man unter "Gruppendynamik" versteht, unbedingt zu empfehlen.

Antons: Praxis der Gruppendynamik. Übungen und Techniken, 6. Auflage Göttingen/Toronto/Zürich 1996 (1974).

Obwohl das Werk bereits sehr betagt ist, hat es nichts von seiner Faszination eingebüßt. Der Autor ist einer der profiliertesten Gruppendynamiktrainer Deutschlands und blickt nunmehr auf eine Jahrzehnte alte Praxis zurück. Das Buch behandelt in einzelnen Kapiteln typische Probleme, mit denen sich jede Gruppe auseinandersetzen muss. Neben einem kurzen Abriss der theoretischen Grundlagen liegt der größte Reiz in einer ausführlichen Beschreibung der gruppendynamischen Übungen, die der Autor in seiner langjährigen Praxis eingesetzt hat. Auch wenn er in einem zusätzlichen elften Kapitel einige seiner ursprünglichen Ausführungen und Arbeiten kritischer sieht, kann dieses Buch jedem empfohlen werden, der sich mit Gruppendynamik beschäftigen möchte.

König (Hrsg.): Gruppendynamik. Geschichte. Theorien. Methoden. Anwendungen. Ausbildung. 2. Auflage München 1997.

In dem Buch sind die wichtigsten Arbeiten zum Thema Gruppendynamik der letzten 20 Jahre zusammengetragen. Fast alles ist bereits irgendwo einmal erschienen und manches trägt den Staub der Vergangenheit. Trotzdem ist es reizvoll, die wichtigsten Ausführungen in einem Werk versammelt zu haben. Nicht zuletzt deshalb kann das Buch empfohlen werden, weil viele Autoren Rang und Namen in Deutschland haben, wenn es um Gruppendynamik geht. Wirklich empfehlenswert.

Reddy: Prozessberatung von Kleingruppen. Wie der Berater erfolgreich interveniert, 2. durchgesehen Auflage Leonberg 1999 (1997).

Das Werk ist eine moderne Beschreibung dessen, was man heute unter Prozessberatung versteht. Es ist sehr strukturiert aufgebaut und entfaltet Prozessberatung sehr logisch und nachvollziehbar. Dieses Buch trägt sehr zum Verständnis von Prozessberatung bei und darf in der Bibliothek keines Beraters fehlen. Es handelt nicht von differenzierten Interventionstechniken, sondern es geht um allgemeine Grundlagen und Modelle, die die Grundlage für erfolgreiche Interventionen sein können. Trotzdem ist es sehr praxisnahe und eine echte Hilfe für Prozessberater. Empfehlenswert!

Brocher: Gruppenberatung und Gruppendynamik, Leonberg 1999 (1967, 1981)

Ein Klassiker in der Gruppenberatung und Gruppendynamik. Das Werk ist bereits betagt, aber die Neuauflage zeigt, dass es immer noch gefragt ist und in den Grundlagen nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Das ist vielleicht auch ein Hinweis darauf, dass die Weiterentwicklung der gruppendynamischen Theorie in der Forschung und in der Anwendung seit Jahren sträflich vernachlässigt wird. Das Buch beschäftigt sich mit Gruppenprozessen (Lernprozessen, Rollenfunktionen, Führungsproblemen, Spannungsverhältnis Individuum und Gruppe) und den Arbeitsmethoden des Gruppendynamikers. Es gibt qualifizierte Einblicke in die Struktur und Entwicklung von Gruppenprozessen. Es ist ein Standardwerk für alle, die in Teams oder Gruppen arbeiten - und für deren Leiter ohnehin. Dringend zu empfehlen!

Fisch/Beck/Englich (Hrsg.): Projektgruppen in Organisationen. Praktische Erfahrungen und Erträge der Forschung, Göttingen Bern Toronto Seattle 2001.

Das vorliegende Buch zum Thema "Projektgruppen in Organisationen" wurde nicht - wie leider oft üblich - von einem Berater geschrieben, für den Publikationstätigkeit ein Marketinginstrument ist. Die Autorenschaft von Wissenschaftlern macht es möglich, ganz offen das zu schreiben, was in der eigenen Projektpraxis warum schiefgelaufen ist. So fühlt sich der Leser nicht als der einzige Depp, der von Projektarbeit überfordert ist, während alle Welt mit Projektarbeit gut zurechtkommt. Dafür gibt es schon mal einen Pluspunkt.

Im Mittelpunkt des Buches stehen nicht Methoden und Instrumente des Projektmanagement - davon ist der Buchmarkt überschwemmt. Es wird vielmehr die Dynamik der Zusammenarbeit bei gruppenbezogenen Arbeitsformen intensiv beleuchtet, was die normale PM-Literatur (weil es ein gar unangenehmes Thema ist) oft ausgliedert. Der zweite Pluspunkt.

Das Werk ist eine Verknüpfung aus Praxis mit Theorie. Die Autoren haben z. T. anspruchsvolle Projekte selbst durchgeführt und reflektieren diese mit einem anspruchsvollen, sozialwissenschaftlichen Tiefgang. Das ist erkenntnisreich für jene, denen die übliche oberflächliche Beschreibung der eigene Praxiswurstelei nicht weiterhilft. Der dritte Pluspunkt.

An dem Werk sind 30 Autoren beteiligt, denen es z. T. sehr gut gelingt, ihre geballte Kompetenz knapp und präzise in schriftlicher Form zu packen. Der Sachverstand von 30 Menschen mit ihren unterschiedlichen, aber qualifizierten Sichtweisen auf Projektarbeit in Buchform erbringt also viel Tauschwert fürs Geld. Noch ein Pluspunkt.

Inhaltlicher Schwerpunkt des Buches ist die Nutzbarmachung wissenschaftlich begründeter Erkenntnisse der Kleingruppenforschung für alle Formen der Projektarbeit. Das Buch unterteilt sich in zwei Hauptteile: Der Praxisteil ist eine von Wissenschaftlern und Forschern reflektierte Beschreibung konkreter Projektgruppenarbeit in Wirtschaft, Regierung und vor allem Verwaltung. Er erfordert bereits einige Sorgfalt beim Lesen. Denn es handelt sich um eine Projektpraxis, die sozialwissenschaftlich reflektiert wird. Der Teil "Sozialpsychologie der Gruppe" geht dann richtig ans Eingemachte. Hier handelt es sich um Forschungsarbeiten und so toben Forscher sich am Objekt aus, beschreiben Forschungsdesigns, Diagnose und Auswertungsmethodiken um dann zu Schlussfolgerungen für die Projektarbeit zu kommen. Verknüpft mit theoretisch anspruchsvollen Modellen der Sozialpsychologie erfordert die Lektüre Leser, die schon über einschlägiges Vorwissen über dieses Fach verfügen und ein starkes Interesse an einer sehr tiefen Betrachtung der Projektarbeit haben. Ein gutes Beispiel für diesen zweiten Teil ist das Kapitel "Das Ausschöpfen der Leistungsvorteile von Gruppen". Der Autor sieht als ein Gruppenproblem, dass die Gruppenmitglieder "erwartungskonträre Informationen (ignorieren); entsprechende kognitive Dissonanzen werden bevorzugt durch Abwertung reduziert." Dieses Beispiel für den Sprachstil des zweiten Teiles zeigt, womit der Leser klarkommen muss. Andererseits muss der Leser lange in anderen Publikationen suchen, um eine so fundierte und präzise Beschreibung der neun Ursachen von Gruppen aufgelistet zu sehen, warum Gruppen so oft so wenig Ergebnisse erzielen. Irgendwann kommt der engagierte Berater allerdings zu der Erkenntnis, dass die Quintessenz mancher Kapitel die landläufige Praxis von Weiterbildung und Beratung vollkommen auf den Kopf stellen. Von daher dürfte die Lektüre dieses Buch bei einigen - seriösen - Beratern und Personalentwicklern zu starken kognitiven Dissonanzen führen. Der große Nachteil des Buches ist, dass es Zeit, viel Zeit zur Lektüre erfordert. Ein Minuspunkt? Aber Projektarbeit erschließt sich nicht mit der Lektüre von Projektmanagement für Dummys. Es gibt halt Tatbestände, die werden falsch ausgedrückt, wenn man sie kurz ausdrückt. Und dafür gibt es den letzten Pluspunkt.

 
 

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