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Neubauer: Krisenmanagement in Projekten, Handeln, wenn Probleme eskalieren, Heidelberg 1999.

Das Werk ist nicht sehr dick und ermutigt dadurch, es zumindest einmal aufzuschlagen. Projekte geraten immer in Krisen und so scheint ein Buch, das sich nur über das Thema Projektkrisen unterhält, von besonderer Wichtigkeit. Das Buch ist eine Mischung aus methodischem Vorgehen von der Krisenanalyse bis zur Krisenbewältigung und streift auch psychologische Faktoren einer Krise. Viele Anregungen scheinen sehr banal und sind es wohl auch, aber die Stärke des Buches liegt in seinem Ansatz, eine Krise mit systematischen Vorgehensweisen zu Leibe zu rücken (Schwach wird das Buch immer dann, wenn der Autor amateurpsychologisches Wissen ausbreitet. Hättest Du geschwiegen...). Wer sich einfache Kochrezepte über die erfolgreiche Krisenbewältigung erwartet hat, wird enttäuscht werden, aber das ist ja wohl keine Überraschung, oder...? Außerdem erfährt er nichts zur Krisenprävention.

Tumuscheit: Überleben im Projekt, 10 Projektfallen und wie man sie umschifft, 2. Auflage 1999 (1998).

Tumuscheit hat ein gescheites Buch geschrieben. Gescheit sind Bücher, die theoretisch anspruchsvoll sind, Praxiserfahrungen konsequent einfließen lassen, strukturiert aufbereitet sind und Spaß machen, gelesen zu werden. Sehr gescheit sind Bücher, die alle vier Kriterien voll erfüllen. Das Buch von Tumuscheit hat nicht den Anspruch, theoretischen Tiefgang zu liefern, erfüllt aber die Kriterien Praxisnähe, Strukturiertheit und Lesbarkeit in vollem Maße. "Überleben im Projekt" ist ein Programm, das jeder kennt, der Projekte leitet. Mit Ironie und Witz nimmt der Autor systematisch den Projektalltag von Projektmanagern auseinander, so wie sie ihn in vielen Organisationen vorfinden und erdulden dürfen. Für diese, aber auch für sogenannte "Topmanager" hat der Unternehmensberater Tumuscheit viele nützliche Tipps übrig. Spaß haben und trotzdem nützliche Tipps bekommen... kaufen!

DeMarco: Der Termin. Ein Roman über Projektmanagement, München Wien 1998.

Ein Roman über Projektmanagement. Kann das seriös sein? Es kann. Der Anfang des Romans ist etwas klischeehaft und der Leser braucht schon etwas Durchhaltevermögen, um nicht aufzugeben. Aber nach den ersten Kapiteln wird es richtig interessant. Nebenher werden die wichtigsten Managementlehren auf den Prüfstand gestellt. Jedes Kapitel endet mit den wesentlichsten Erkenntnissen, die die Romanfigur während der Leitung ihres Projektes für sich gewonnen hat. Also: Der Leser lernt einiges über Projektmanagement und über Management allgemein. Da der Roman sich um DV-Projekte dreht, werden für dieses spezielle Thema auch Erkenntnisse gewonnen.

Litke/Kunow: Projektmanagement, Planegg 2. durchges. Auflage 2000.

Das Buch ist ein echtes Taschenbuch. Für den blitzschnellen Einstieg in Themen des Projektmanagement gut geeignet. Der Schwerpunkt liegt beim Start eines Projektes also genau da, wo immer dilettiert wird. Da es so gut in die Tasche passt, ist es ausgezeichnet, es immer dabei zu haben vor allem auf dem Weg zu einer Besprechung, bei der einem der Vorgesetzte wieder mal eben ein neues Projekt aufdrücken will. Empfehlenswert.

Klose: Projektentwicklung, Arbeitshilfen für die Projektabwicklung bei Gutachten, Studien, Konzepten, Projektanalyse, -planung, -steuerung, -kontrolle mittlerer und kleinerer Projekte, anwendungsbezogene Beispiele, praxisorientierte Checklisten, Formulare und Merkblätter, 2. komplett überarbeitete und wesentlich erweiterte Auflage Wien 1999 (1996).

Ein schon älteres Buch zum Thema Projektmanagement. Angenehm ist die klare Struktur, in der dieses Werk aufgebaut ist. Vom Gesamtwerk über die einzelnen Kapitel bis zu jedem Unterthema gibt es diese klar Struktur. Zum Nachschlagen ist es auf Grund dieser klaren Struktur gut geeignet - und auch, weil es sich sehr knapp hält. Es enthalt genau das, was der Untertitel verspricht: Arbeitshilfen für die Projektabwicklung bei Gutachten, Studien, Konzepten, Projektanalyse, - planung, -steuerung, -kontrolle mittlerer und kleinerer Projekte, anwendungsbezogene Beispiele, praxisorientierte Checklisten, Formulare und Merkblätter. Wer meint, dass in anderen Projektmanagementbüchern oft zu viel rumgesülzt wird, ist mit diesem Werk bestens bedient - sofern er das Wissen nicht schematisch übernimmt, sondern für die spezifischen Belange seines Projektes weiterentwickelt.

Fröhlich: Mythos Projekt. Projekte gehören abgeschafft. Ein Plädoyer, Bonn 2002.

Das Buch teil sich in 3 systematische und klar strukturierte Teile: "Demontage" (der vorherrschenden Vorstellungen von IT-Projektmanagement), "Recycling" (als Erneuerung von Instrumenten und Vorgehensweisen im Projektmanagement) und "Visionen" (für eine besseres IT-Projektmanagement).

Einen wesentlichen Grund für das Scheitern von Projekten sieht der Autor darin, dass die "Rest"-Organisation trotz Projektarbeit unverändert bleibt. Er äußert die Ansicht, dass Projekte nicht verbessert werden können, ohne gleichzeitig das organisatorische Umfeld zu verändern. Weiterhin ist er der Ansicht, dass ein Hauptgrund für das Scheitern in den unklaren, allgemeinen und dilettantischen Projektaufträgen liegt. Folgerichtig zieht sich seine Forderung nach klaren und konkreten Projektaufträgen durch das Buch wie ein roter Faden.

Sehr gut beschrieben sind die Erfolgsfaktoren für IT-Projekte. Mit IT-Spezialisten geht er hart ins Gericht. In seinen Augen sind Softwareentwickler faul, arrogant und überfordert mit ihren Aufgaben. Er konstatiert einen absoluten Disziplinmangel bei allen Beteiligten von IT-Projekten (inkl. Auftraggeber). IT-Teams sind seiner Meinung nach inkompetente Teams, die sich weigern, irgendetwas aus Problemen und Schwierigkeiten dazuzulernen. Insgesamt kennzeichnet für ihn die IT-Projektarbeit eine allgemeine Verwahrlosung.

Eine seiner wesentlichen Schlussfolgerungen ist eine grundsätzliche Veränderung des klassischen Projektbegriffes. Er trennt zwischen Projekt (als konkrete und genaue Beschreibung des endgültigen Arbeitsergebnisses) und der Realisierung (als Umsetzungs- und Herstellungsprozess). So wie er schon die Projektdefinition vollkommen verändert, fordert er neue Paradigmen im IT-Projektmanagement - und beschreibt beschreibt diese auch.

Im letzten Kapitel beschreibt er seine Visionen von Organisationsstrukturen, die für eine bessere Projektpraxis notwendig wären. Diese enthalten viel Material zum prüfen und nachdenken, zeugen aber davon, dass der Autor Organisation stark durch die technische Brille sieht.

Die Stärke hat dieses Buch, sobald der Autor sich der IT-Projektmanagementpraxis nähert. Seine Ausführungen zur Organisationstheorie zeugen dagegen eher von geringeren Kenntnissen über organisationsdynamische Prozesse.

Fazit: Für IT-Projekte ist dieses anregende Buch Pflicht - für andere Projekte eine Ergänzung.

 
     
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